Festlicher Auftakt zum Jubiläumsjahr des ESWE-Chores

Eröffnet wurde die Akademische Feier am 26.02.2005- in  der festlich geschmückten Christian-Bücher-Halle vom Jubiläumschor mit Hymnus an den Gesang . Es folgte : Mit 66 Jahren  – bewusst ein selbstironischer Hinweis auf das Durchschnittsalter des Chores.
Bei seiner Begrüßung äußerte der 1. Vorsitzende Dieter Schauerer den Wunsch, das hohe Niveau des Chores zu halten,- etwas Langlebiges, Beständiges zu schaffen,- gerade in einer Zeit, in der alles schnell vorübereile. Anschließend begrüßte er die Gäste

Klaus Kopp, Heimatforscher und Buchautor hielt die Laudatio. Witzig und informativ gab er die Vereinsgeschichte der 100 Jahre mit Ihren Höhen und Tiefen wieder.

OB H.Diehl, der Schirmherr des Jubiläums, eröffnete den Reigen der Grußworte. Er lobte die Beständigkeit des Chores. Dieser Chor bildet einen Verein für die ganze Familie , das wiederum ist die Grundlage für den dauerhaften Erfolg des Jubiläumschores. Auffallend ist auch die Reisefreudigkeit des Chores. sowohl innerhalb Deutschlands als auch im Ausland. Die Gastgeber in Mexiko und Texas waren begeistert darüber , was dieser Chor an Atmosphäre und Zusammengehörigkeitsgefühl herüberbrachte.

Lebendige Chöre sind ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens einer Stadt, d.h. unserer Stadt Wiesbaden. Das Geheimnis des Erfolges und der Beständigkeit besteht darin, den Chor als Freizeitaktivität auch für junge Menschen interessant zu machen. OB Diehl äußert den Wunsch, daß der Chor auch weiterhin im Unternehmen verankert bleibt und somit auch eine Motivation für die Belegschaft darstellt. Wichtig sei aber auch, daß Sänger von „außen“ zum Chor kommen. Zum Abschluß überreichte  er gemeinsam mit der Stadtverordnetenvorsteherin, Frau Angelika Thiels die Stadtplakette in Gold.

 DieBundesministerin Frau Heidemarie Wieczorek-Zeul  gratulierte dem Chor auch namens der Bundesregierung und fügte mit bewegten Worten hinzu: man spürt, daß Gesang Kraft gibt, daß Gesang zu besserem Verständnis verhilft , und dafür danke ich Euch! In unserer schnellebigen Zeit hilft der Chorgesang als eine wunderbare Tradition, sich weiter zu bewähren.

Man sollte die „Verantwortung in der Geschichte nicht vergessen, denn sie gibt eine wichtige Orientierung!“. 1905, also im Gründungsjahr, erhielt Bertha von Suttner den Friedensnobelpreis für Ihr Buch: „Die Waffen nieder“, Frauen durften sich erst seit 1908 in Vereinen bewegen.

1932 dann die Verhaftung der Sänger! Sie wurden deshalb unterdrückt, weil sie Demokraten waren! Dankt diesen Menschen, die berufliche Nachteile in Kauf nahmen, um für Demokratie zu stehen! Dieser ESWE-Chor ist eine wichtige Säule des kulturellen Lebens in unserer Stadt. Mit Nachhaltigkeit betonte sie, wer sollte die Welt beherrschen,  nicht ein Volk, nicht ein Land, sondern das Lied!!!

Stadtverordnetenvorsteherin Frau Angelika Thiels stellte  fest ,daß dieser ESWE-Chor über Generationen attraktiv war und ist! Singen in Gemeinschaft ist ein wichtiger Baustein kulturellen Schaffens, Gesang führt zu einem Miteinander. Musik ist die Sprache, die alle Menschen verstehen. Dank an alle Aktiven, die den kulturellen Rang des Chorgesangs stärken. Dank und Anerkennung für Vergangenes und gleichzeitig Wunsch für die kommenden Jahrzehnte. Der ESWE–Chor hat es verstanden, Tradition und Moderne zu verbinden, er ist ein sehr wichtiger Repräsentant unserer Stadt, nicht nur des Unternehmens. ESWE versorgt die Stadt nicht nur mit Energien, sondern auch mit Kultur.!! Hier verwies sie auch auf die anderen ESWE-Vereine. Der ESWE-Chor hat den Namen Wiesbaden in die Welt getragen.
Der neue Schirmherr des Chores, Arbeitsdirektor Wilhelm Pomplun, stellte fest: ein Chor ist der Ort, wo einstimmig oder mehrstimmig gesungen wird, aber wo jeder eine einzelne Stimme hat! Dieses 100jährige Jubiläum des ESWE-Chores ist ein Unikat in der Wiesbadener Betriebslandschaft! Auch er verwies auf die Auslandsaufenthalte des Chores. Sänger dieses Chores sind Ehrenbürger der Stadt Houston, darauf  kann nicht nur der Chor stolz sein!

Ein weiteres Highlight der jüngeren Vergangenheit:10.000 Zuschauer der Wiesbadener Pferdenacht im Schlosspark Biebrich erlebten 4 ESWE-Chöre mit etwa 100 Kehlen!

Der Chor pflegt neben dem Singen auch die Geselligkeit und zwar auch mit dem Kinder- und Jugendchor. Ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstruktur ist die fruchtbare Symbiose des Unternehmens mit den Freizeitvereinen!

Lothar König, 1. Vorsitzender Sängerbund der Dienstleistungsbetriebe, Bezirk Süd, sprach über die große Facette im Sängerbund der Dienstleistungsbetriebe. Er betonte die Zuverlässigkeit des ESWE-Chores in diesem Kreis, der immer die Arbeit unterstützt habe, dieser Chor ist ein Garant für die Menschlichkeit!

Marlies Mitteldorf, die 2. Vorsitzende des Sängerkreises Wiesbaden überreichte D. Schauerer die Ehrenurkunde des Deutschen Sängerbundes anlässlich des 100jährigen Jubiläums.

Es folgten weitere kurze Grußworte

Der Frauenchor rundete die Akademische Feier ab mit den Liedbeiträgen: Musik, du himmlische Gabe und mit Halleluja, auch hier Dirigent MD Keiper

D. Schauerer bedankte sich auch im Namen der Sänger bei den Gästen und sprach von seiner Vorfreude auf das 125jährige Jubiläum im Jahr 2030!  Dass dieser Chor noch weitere 25 Jahre Bestand haben wird, daran mag niemand zweifeln. Mit Stolz wies er daraufhin, dass dem Chor anlässlich des Hessentages im Juni in Weilburg bei einer Feierstunde die Zelter-Plakette verliehen wird.

Er eröffnete das Büfett und wünschte allen Anwesenden noch  eine gute Zeit bevor  alle um 14.30 mit Bussen zum Ökumenischen Gottesdienst in die Marktkirche gefahren werden.

Ökumenischer Gottesdienst Marktkirche

Den gut besuchten ökumenischen Gottesdienst eröffnete nach einem Orgelspiel der Kinder- und Jugendchor unter Leitung Csilla Bozo-Szili mit.

Ich lobe meinen Gott . Es war ein sehr schönes Bild, die 3 Reihen Kinder und Jugendlicher in ihren roten Sweatshirts vor dem Altar Hand in Hand stehen zu sehen. Kein Wunder, daß das Publikum mit Freude applaudierte. Nach der Eröffnung des Gottesdienstes und Verlesung des Votums durch Stadtdekan Roth sang der Jubiläumschor unter Leitung von MD Burkhard Keiper: Herrgott, du bist unsere Zuflucht,

Psalm und Gebet sprachen Stadtdekan Roth und Dekan Heinemann abwechselnd. Der Männerchor schloß sich an mit  Herr, schenke den Frieden.

Dekan Heinemann stellte seine Predigt aus Anlaß  dieses Chorjubiläums  unter das Motto: God respects You, if You work, but God loves You, if You sing!

Der Frauenchor unterstrich die Internationalität des Gesangs mit dem Lied: Siyahamba, einem Zulu-Song aus Afrika Die Fürbitte und das Vaterunser sprach Stadtdekan Roth. Die vom Frauenchor im Anschluß gesungene  Volksweise: Abendlied eines blinden Kindes berührte wohl alle in der Marktkirche Anwesenden.
Der Vorsitzende Dieter Schauerer sprach tief bewegt seinen Dank den vorangegangenen Sängern, Dirigenten und Vorsitzenden aus, ohne deren Schaffen dieses 100jährige Jubiläum nicht stattfinden würde. Mit dem vom Männer,- und Frauenchor gemeinsam gesungenen Lied Sancta Maria bewies der Chor eindrucksvoll wie lebendig diese Chorgemeinschaft ESWE-Chöre ist.

Der Kinder- und Jugendchor schloß  mit dem irischen Volkslied. Möge die Straße, diesen sehr feierlichen und eindrucksvollen ökumenischen Gottesdienst ab.

                                         U. Weyl-Schroeder, Pressereferentin ESWE-Chor

Weitere Bericht und Bildergalerien zum Jubiläum entnehmen Sie bitte der SeiteAktuellesunter Archiv 2005!

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