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Die ESWE-Chöre in Görlitz

(Die Qualität der Bilder lässt manchmal zu wünschen übrig, es sind Kopien aus Videoaufzeichnungen!)

Auf Einladung des Görlitzer Bäcker- und Fleischerchores besuchte der Frauen- und Männerchor der Stadtwerke Wiesbaden 1905 e.V. (ESWE-Chor) mit insgesamt 90 Sängerinnen und Sängern anlässlich des Altstadtfestes im September 2002 die Stadt Görlitz.Marienplatz

Beide waren die ersten Chöre Wiesbadens, die unsere Partnerstadt im äußersten Osten unserer Republik besuchten. Zur Bilder-Galerie.

Ablauf unserer Reise:
Mittwoch, 11.September 2002

Ab 7:00h trafen die ersten Frühaufsteher in der Weidenbornstrasse ein. Der erste Bus stand schon zur Abfahrt bereit, der zweite wurde mit Spannung erwartet. Als auch dieser eintraf, wurden zu aller erst Getränke verstaut, dann waren von den mittlerweile eingetroffenen Sangesfreundinnen und Freunden die Koffer und Taschen an der Reihe. Aber zum Schluss das Wichtigste: die Brotzeit für unterwegs !!! GOERALLE-500

Um 8.00h dann endlich die Abfahrt bei bester Laune, aber es waren noch ein paar müde Gesichter dabei.
Die ersten Kilometer führten uns über die Wiesbadener Vororte Erbenheim und Wallau, um einem Stau, den es dann doch nicht gab, auf der Autobahn auszuweichen. Die Fahrt wurde nach gut anderthalb Stunden für ein Frühstück unterbrochen. Es wurden ein Brötchen und dazu ein Stück Fleischwurst verteilt, ebenso Getränke.

Weiter ging die Fahrt über die Autobahn Richtung Osten, vorbei an Eisenach, Leipzig und Dresden. Gegen 18.00h erreichten wir endlich Görlitz. Hier begann die Verteilung der Mitreisenden auf 2 Hotels. 23 Sangesfreunde kamen im SORAT-Hotel in der Innenstadt unter, die verbliebenen Mitreisenden in das MERCURE-Hotel am Neisse-Ufer. Nachdem das Gepäck auf den Zimmern verstaut war, war erst einmal Freizeit angesagt.

Ein Strom von Hungrigen ergoss sich  über die Strassen von Görlitz und es wurden mehrere Lokale „besetzt“.

Donnerstag, 12.September 2002
 
Aufbruch nach Zittau und Zittauer Berge.Zittau-Brunnen
Für den ersten Tag war eine Tagesfahrt nach Zittau und Umgebung angesagt.
Hier wurden wir von der Reiseleitung mit Zittau bekannt gemacht. Viel wurde von der Stadt gezeigt und es gab gute Erklärungen zu diesem und jenem. Das Wetter spielte mit, aber es war sehr kühl und windig.
Mit der Eisenbahn-1-300Schmalspur-Eisenbahn fuhren wir nach Oybin um dort Mittag zu essen und die bekan nte Hochzeits-
kirche zu besichtigen. Danach ging es mit dem Bus weiter durch die Zittauer Berge nach Kloster Marienthal. Hier sangen wir in der Klosterkirche, besuchten das Klosterlädchen und aßen zu  Abend in der Klosterschänke. Gegen 21.00h traten wir gut gelaunt die Heimreise an.


Freitag, 13. September 2002

Um 10.00h war der Chor im Görlitzer Rathaus angetreten.
Der Empfang im Görlitzer Rathaus durch Oberbürgermeister Prof. Dr. Karbaum war herzlich.
Er schilderte die besondere Situation der Stadt und verwies darauf, wie wichtigImRathaus02 es ist, dass die vielfältigen Verbindungen unter den Partnerstädten nicht abreißen dürfen. Auch sprach er seine Freude darüber aus, dass ein Chor, der der „Stadt“ angehört, den Anfang der chorischen Begegnung  macht. Ebenso erinnerte Prof. Dr. Karbaum mit Dankbarkeit an die schnelle und unbürokratische Hilfe Wiesbadens bei vergangenen Katastrophen.

Gastgeschenke wurden überreicht und zur Einstimmung unseres Kommens wurden musikalische Kostproben beider Chöre im Rathaussaal zu Gehör gebracht.

Dem Empfang schloß sich eine hervorragend geführte Stadtführung an, bei der die besonderen Schwierigkeiten der Stadt heraus gestellt wurden. Insbesondere wurden die schwierigen Eigentumsverhältnisse dargestellt, die mitunter eine weitere Nutzung von Gebäuden erschweren oder verhindern. Bei der Stadtführung ließen sich die Chöre nicht davon abhalten, auf verschiedenen Plätzen der Stadt zu singen.

Am Obermarkt überspannte ein Transparent mit dem Wiesbadener Wappen den Platz.

Samstag, 14. September 2002

Weiter nahmen die Chöre unter der Leitung von Musikdirektor Burkhard Keiper an einem gut besuchten Benefizkonzert des Kammerchors Görlitz, des Lehrerchors und der Bäcker- und Fleischerchöre in der Kirche „Peter und Paul“ teil. Mit in der ersten Reihe saß Wiesbadens Oberbürgermeister Diehl, der anlässlich einer Dienstreise in Görlitz weilte.
Die Vorträge der Wiesbadener Chöre erhielten regen Applaus, zumal das Konzert unter schwierigsten äußeren Bedingen statt fand. Der aus dem Konzert erzielte Erlös von 850 Euro wurde der Renovierung und Erhaltung der bekannten Sonnenorgel von Görlitz zur Verfügung gestellt .

Am Abend trafen sich die Chöre der Bäcker und Fleischer mit den unseren im Wichernhaus zu einem „Bunten Abend“. Hier zeigten die Chöre wieder einmal, dass sie zur gelungenen Unterhaltung betragen können.

Sonntag, 15. September 2002 VIERRADE02

Anlässlich des berühmten Görlitzer Altstadtfestes hatten beide Chöre weitere Verpflichtungen bei der Gestaltung des Festes.
So traten sowohl der Frauen- als auch der Männerchor am Sonntag vor- und nachmittags mit wechselndem Liedgut am Neisse-Ufer auf der Bühne an der „Vierradenmühle“ auf und erhielten für ihre erfrischend vorgetragenen Beiträge großen Applaus.

Montag, 16.September 2002

8.00h. Fertigmachen zur Fahrt nach Dresden.
Die Sängerinnen und Sänger aus dem SORAT-Hotel waren dadurch benachteiligt, dass sie immer auf den Bus warten mussten, der samt Fahrer am Neisse-Ufer untergebracht war. Na ja, zu Hause ist es auch nicht anders ;-)
Nach ca. anderthalb Stunden Fahrt erreichten wir Dresden.
Hier stiegen je Bus eine Reiseleiterin zu, die uns Dresden erklärten. Schade, hätten wir gewusst, dass wir nur durch die Stadt gefahren werden, hätten wir am Elbufer den Bus verlassen können, um zu Fuß die Innenstadt zu erkunden. Das wäre bestimmt angenehmer gewesen als nur „vorbei“ gebaggert zu werden.

BlauesWunder02Von Dresden aus ging es mit dem Raddampfer „Leipzig“, auf dem auch das Mittagessen eingenommen wurde, weiter auf der Elbe, vorbei am “Blauen Wunder” nach Schloss Pillnitz, um auch dieses zu besichtigen.
Danach weiter zur Festung Königstein.
Ein beeindruckendes Bauwerk, aber der Gedanke, dass die Adeligen früher entsetzliche Angst gelitten haben müssen, ob solcher Bauwerke, überkommt hier so manchen. Pillnitz-Park02
Nach der Besichtigung fuhren wir durchfroren nach Görlitz zurück, um Freizeit zu genießen.
Wieder wurden Lokale besetzt!!.

 



Dienstag, 17. September 2002

Um 8.00h. Abfahrt in den Spreewald.
Spreewald-3Unterbrochen von einer kurzen Rast ging es gerade zu nach Burg im Spreewald. Wegen einer Baustelle vollführten wir noch eine kurze Irrfahrt, doch danach gab es nur noch ein Ziel: ab auf die Nachen und durch die Wasserläufe staken. Wie bestellt zeigte sich die Sonne. Es konnte Magenbitter und Kirschlikör vor, in und hinter den Schleusen genossen werden, dazu konnten wir in der Mittagszeit auch noch ein gutes Mahl einnehmen. Den Rest der Wasserwege nahmen wir dann gestärkt und gelassen auf uns.

Wieder auf dem Wasser wurde auch noch ein Geburtstagsständchen gesungen, denn in einer solch großen Gesellschaft fällt oft ein Geburtstag an. Klar, dass dieser auch gebührend gefeiert wird!

Die Rückreise stand schon im Zeichen der Abreise am morgigen Tag in den Gesichtern. Viele wären gerne noch ein paar Tage geblieben, aber vorbei ist vorbei.

Mittwoch, 18. September 2002

Die Verabschiedung der Chöre durch den Vorstand des Bäcker- und Fleischerchores Görlitz war sehr freundschaftlich und herzlich. Der Vorstand der Bäcker- und Fleischerchöre kam persönlich zur Abfahrtsstelle am Marienplatz und es wurden heftig Hände geschüttelt, kurze Gedanken an die vergangene Woche ausgetauscht, die Hoffnung ausgesprochen, dass sich Ost und West mehr miteinander unterhalten.
Die Sängerinnen und Sänger hatten, wie wir gesehen haben, kein Problem damit.

Besser als jede Politik ist :

Das Lied beherrscht die ganze Welt, weil es die Menschheit aufrecht hält!!

Beide Seiten äußerten am Ende des Besuchs den Wunsch, sich Wiedersehen zu wollen.

Die weitere Heimreise verlief ruhig und wenn man sich im Bus umsah, war zu sehen, dass viele ihren Gedanken nach hingen.
Unbedingt zu erwähnen ist, dass sich schon bei der Hinreise eine Mitreisende auf einem Rastplatz bei einem Sturz den Arm brach und weitere 27 Sängerinnen und Sänger von Brechdurchfall attackiert wurden.
Merkwürdig nur, dass diese betroffenen Personen alle im gleichen Hotel wohnten. Dem Vorfall ging das Gesundheitsamt nach.

Trotz dieser Vorfälle war es eine gelungene Sängerreise!

Bericht und Bilder: D. Walkewitz, ESWE-Chor

Sie sind seit Mai 2002 unser

Gast

früher: Chor der Stadtwerke Wiesbaden 1905 e.V.

LilienWiesbaden

Wiesbaden

Mitglied im Deutschen und im Hessischen Sängerbund

 

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Titel ESWE-Chor_neu-Transparent-1004200802