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Tagebuch einer Chorreise zum Bundessängertreffen nach Magdeburg
vom 1.Juni bis 5. Juni 2011

Bilder sind HIER zu sehen oder “Klick” ins Bild

Titel1-Magdeb 1 Probe-007Die eigentliche Planung des Bundessängertreffens hatte ja schon eine ganze Weile vorher angefangen, nur - davon haben die Sängerinnen und Sänger noch nicht viel gemerkt. Es wurde vor ca. einem Jahr angefangen, die Mitglieder der Chöre zu fragen, ob sie Zeit und Lust haben mit nach Magdeburg zu fahren. Danach entscheidet sich nämlich, ob ein Chor singfähig ist oder ob nur eine Abordnung gesandt wird. Wie es so aussieht, sind wir singfähig.

Zu gegebener Zeit wurde das Liedgut, das von den Chorleitern der Bezirke ausgesucht wurde, an die einzelnen Chöre, die mitfahren, gegeben. Wie immer gibt es positive und negative Stimmen. Es sind alte und neue Lieder, auch englischsprachige Texte, die es heißt, einzustudieren. Für die Chorleiter ist es nicht einfach, die Sängerinnen und Sänger zu motivieren und die Lieder zu lernen. Dabei kann man eigentlich nur lernen. Ob man sie später ins eigene Repertoire aufnimmt oder nicht, können die Sängerinnen und Sänger zusammen mit den jeweiligen Chorleitern immer noch entscheiden.

Die Chorproben sind seit dem letzten Jahr nach den Sommerferien geprägt vom Lernen des Liedguts zusätzlich zu eigenen Auftritten, die jeder Chor noch vor sich hat. Es ist ein strenges Programm.

Am 19.03.2011 fand eine erste gemeinsame Chorprobe der gemischten Chöre von Frankfurt, Mainz und Wiesbaden in der Christian-Bücher-Halle in Wiesbaden statt. Um 10.00 Uhr morgens war das Treffen angesagt, das bis in die Nachmittagsstunden reichte. Die Wiesbadener Sängerinnen und Sänger hatten für das leibliche Wohl gesorgt. Es gab kalte Getränke und heißen Kaffee und von den Sängerinnen selbst gebackenen Kuchen. Zum Mittagessen wurde ein riesiger Topf Erbsensuppe, Fleischwürste (keine Fleischwürstchen, die sonst in den Dosensuppen zu finden sind) und kräftiges Brot aufgefahren. Alles fand guten Absatz.

Nun ja, gesungen wurde auch. Carsten Diener als Bezirkschorleiter Süd läutete gegen 10.30 Uhr die Titel2-Magdeb 1 Probe-007gemeinsame Chorprobe ein. Die Wiesbadener Sangesfreunde hatten schon die Stühle und das Klavier bereit gestellt. Angefangen wurde mit dem „König der Löwen“ in Englisch. Carsten Diener musste ab und zu die Mienen der Sänger anmahnen, da es sich eigentlich um ein Lied fürs Herz und nicht für die Hölle handelt. Man stellte fest, dass noch einige Defizite in der Zusammensetzung der Stimmen bestanden.

Als nächstes kam der „Gefangenenchor“ an die Reihe. Nicht dass sich alle wie Gefangene vorkamen, aber dieses Lied konnten alle zu 90% (lt. Chorleiter). Es wurde mit jeder Stimme durchgesungen und dann nochmal mit allen Stimmen gemeinsam. Es klappte recht gut.

Die nächste „kleine Katastrophe“ war das Lied um Jerusalem. Hier hatte ein Chor die Noten auf den Gemischten Chor begrenzt, obwohl gesagt wurde, dass die Männer die Melodie des Männerchores mit den jeweiligen Chorleitern übern sollten. Auch war die Verteilung der Strophen nicht ganz klar. Manchmal hieß es, die Männerstimmen singen die erste Strophe, die Frauen die 2. Und alle die 3. Jetzt kam jedoch heraus, dass die Baritonstimmen die erste und zweite Strophe und alle die dritte Strophe singen sollten. Also musste Carsten Diener kurzfristig umgestalten. Bei diesem Lied war auch noch Bedarf zum Üben, aber nicht in dieser Sonderprobe. Dies wurde den Sängern für ihre einzelnen Chorproben mit auf den Weg gegeben.

So gegen halb eins kam erneut die Frage auf, wie es denn mit einer Mittagspause wäre. Eigentlich kam diese Frage schon gegen 12.00 Uhr auf, als die Erbsensuppe in den Saal getragen wurde. Also entließ der Chorleiter die hungrige Meute, nicht ohne vorher abzustimmen, ob eine Stunde Pause benötigt wurde oder auch nur 45 Minuten ausreichten. Alle einigten sich auf 45 Minuten, da die Probe ja nicht bis in den Abend reichen sollte.

Manche hatten schon vorher Essenmarken erworben und konnten sich gleich in die Schlange beim Eintopf einreihen. Es ging sehr gesittet zu. Es gab auch Menschen, die statt der Suppe die guten Kuchen als Mittagessen einnahmen. Eine gute Tasse Kaffee dazu, was will man mehr.

Pünktlich um 13.30 Uhr ging es weiter.
Diesmal war Argentinien dran. Schnell wurde festgestellt, dass auch hier keine wirklichen Gemeinsamkeiten bei der Abstimmung bestanden. Ein Chor hatte das Lied nur in Deutsch eingeübt. Ein anderer Chor hatte das Solo anders verteilt. Nun musste der Chorleiter auch hier kurzfristig den Ablauf ändern. Die Strophen werden nun in Deutsch gesungen. Der Refrain bleibt in Englisch und das Solo, das in den Zeilen der Tenöre steht, wird von den Tenören gesungen. Am Schluss darf der Sopran den ganz hohen Ton streichen. Von dieser Stimme ist bestimmt keiner böse, dass das hohe „g“ wegfällt.

Am Schluss gab Carsten Diener noch ein Resümee zum Gesang ab. Beim letzten Lied meinte er, dass dort von den Zuhörern mit Tomaten geworfen werden würde.

Titel3-Magdeb 1 Probe-007Gegen 15.00 Uhr wurde die Sonderprobe beendet, nicht ohne vorher noch die Sprecher der Chöre zu erinnern, mit den Chorleitern zu sprechen und die nächsten Termine für die Sonderproben auszumachen. Es handelt sich hier um den 2. Mai und den 23. Mai. An diesen beiden Montagen findet die Probe wieder in Wiesbaden statt.

Den Abschluss machte der von allen gesungene Sängergruß und ein kurzes Wort des Vorsitzenden des Bezirks Süd, Lothar König.

Wer wollte, konnte sich nun noch über die Kuchen hermachen und noch gesellig mit allen zusammensitzen.

Jo, dann bis zum nächsten Mal!! Hier passt der Spruch einer Werbung: „Packen wir’s an“.


Bericht und Bilder: K. u D. Walkewitz, ESWE-Chor

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