15. Juni 2006

Beinahe pünktlich! um 8.oo Uhr, starteten wir unsere diesjährige Sängerreise nach Nordrach im Schwarzwald!
Der Vorstand und einige Helfer mühten sich mit den Getränken ab, um diese genau so wie ein Frühstück, das unterwegs gereicht werden sollte, in die Busse zu verstauen.
Das Wetter war sonnig und das war an den Gemütern der Mitreisenden zu spüren.
Da unser Vorstand zuvor schon einmal in Nordrach war um die Lage vor Ort zu erspähen, war die Fahrt auch dem entsprechend locker.

Nach gut einer Stunde und 15 Minuten kam der erste Halt.
Die Busfahrer, netterweise hiessen beide Horst, fuhren zur Raststätte Hardtwald und hier gab es dann das mitgebrachte Frühstück: weisse Fleischwurst mit Brötchen, Senf und Getränke.
Irgendwie sah es schon komisch aus! Da stehen Menschen nahe der Autobahn in Gruppen und fummeln sich fortwährend im Gesicht herum! Auch verstehen kann man sie schlecht; es überkommt einem der Versuch zu denken, sie hätten schon wieder “das Maul zu voll genommen!”
Mit der Zeit besserte sich das aber, das Gefummel hörte auf und zu verstehen war auch alles wieder wie gewohnt.

Nachdem die “Horst’s” zum Aufbruch gemahnt hatten, ging die Fahrt weiter nach Zell.
Dort sollten wir den Vorsitzenden des Nordracher Chores, Georg Lehmann, treffen, der uns sicher zum Ziel geleiten sollte.
Das Mittag essen wurde in einer Gaststätte eingenommen, von der im Nachhinein gesagt werden kann, das Preis-Leistungsverhältnis war nicht das Erwartete!
Aus diesem Grund wird alles weitere von hier übersprungen!

Nach dem Essen Weiterfahrt nach Nordrach.
Die noch zu bewältigende Strecke war kurz und wir erreichten Dank den Fahrkünsten der beiden “Horst’s”, die die Busse durch enge Strassen zu manövrieren hatten, das “Norada-Hotel.

Die Busfahrer hatten ihre Busse noch nicht zum Stehen gebracht, stürzte der gesamte lebende Inhalt zu den Türen um ja der erste an der Rezeption zu sein, wenn die Zimmerschlüssel verteilt werden.

Hier kam nun etwas Tolles: Kein Gedrängel an der Rezeption! Kein für uns gewohntes Schubsen und kein Gemecker!
Was war passiert? Die Hotelleitung des “Norada-Hotel’s” hatte zwei ihrer Mitarbeiter mit Namenslisten vor dem Hotel postiert und diese riefen die Namen nacheinander auf und jeder erhielt seinen Schlüssel in aller Ruhe! Das war’s! Das war in Anbetracht der Meute nicht nur Service, das war Leistung! Alle Achtung! Bravo!!

Nach einem kurzen “Frischmachen” wurden die Busse wieder gefüllt und ab ging es zu einem ersten Treffen mit Mitgliedern des Nordracher Chores. Diese hatten sich etwas besonderes einfallen lassen: ein freundliches Willkommen mit Begrüssungstrunk in luftiger Höhe des Schwarzwaldes, nahe der “Wiesbadener Tanne”!

An dieser Stelle kann kurz erwähnt werden, wie es zu dieser Begegnung kam:
Mitarbeiter des Wiesbadener Fuhr- und Reinigungsamtes, heute ELW, knüpften während eines Urlaubes Kontakte zu den Nordracher Sängern und es wurde ein Treffen vereinbart.
Kurz und gut, die Wiesbadener fuhren hin, es wurde Freundschaft geschlossen und zur Erinnerung eine Tanne gepflanzt, eben diese “Wiesbadener Tanne”. Die Zeit hat diese schon umgeworfen aber man war nicht gewillt auf eine Tanne zu verzichten und es kam eine neue an die gleiche Stelle.
Irgend wann besann man sich wieder auf dieses Sängertreffen und man begann aufs Neue Kontakt aufzunehmen, musste dabei aber feststellen, dass es diesen Chor nicht mehr gab. So irrte nun die Einladung durch mehrere Hände bis sie beim ESWE-Chor lag, denn dahin sind einige Sänger nach Auflösung des ELW-Chores gegangen.
Nach Rücksprache und Aufklärung der Lage sagte man sich: warum nicht?! Ja, das war’s dann und wir fuhren in den Schwarzwald!

Weiter: Nach der Begrüssung und Willkommen durch Georg Lehmann folgte der Dank unseres Vorsitzenden Dieter Schauerer für die Einladung und es wurden einige Korken aus Weinflaschen gezogen, die Gläser gefüllt und angestossen. Für die Mitreisende, die keinen Wein mochten hatten die Nordracher auch bestens gesorgt: Wasser und Limonade in ausreichenden Mengen! Zur Einstimmung trugen der Männer- und der Frauenchor lautstark einige Weinlieder vor. Ob der Wald damit einverstanden war ist nicht bekannt geworden, jedenfalls ein Bär hätte Reissaus genommen!
Es wurden nette Geschichten aus alter Zeit erzählt und es kam die Zeit des Abendessens.
Wieder im Hotel angekommen konnte schon wie bei Schlüsselübergabe Perfektion erlebt werden: kein Gedränge am Buffet, alles ruhig und gediegen und ein jeder bekam seinen Teil.

Den Rest des Tages konnte dann jeder auf seine Weise verbringen!

16. Juni 2006

Ab 7.15 Uhr Frühstück!
An einer grossen Frühstückstheke, bei der aber auch nichts fehlte, konnte jeder nach seinem Geschmack den Tag beginnen: Brötchen, Brot, Körniges, Saftiges, Wurstiges und Käsiges, Ei - einfach alles! Wer hier nichts fand was seine Laune für den Tag heben konnte, war entweder nicht ausgeschlafen, hatte seine Brille vergessen oder konnte nicht, weil er seine Zähne verlegt hatte!

Um 10.oo Uhr war eine Fahrt zum Freilichtmuseum “Vogtbauernhöfe” angesagt! Die Fahrt war kurz, das Wetter prima und auch die Laune war bestens!
Es gab dann an der Kasse ein wenig durcheinander, musste ja so kommen!, denn nach `45 stellt man sich nicht mehr so gerne in Dreierreihen auf, aber nach einigen Minuten hatten die Museumsführer eingesehen, dass es nicht geht und so zogen sie mit uns ohne Formation los.

Viel Bekanntes und Unbekanntes wurde erzählt und gezeigt und so ganz nebenbei und völlig unbemerkt fand eine Wandlung statt: innerhalb der geführten Gruppen fand ein reger Austausch mit anderen Gruppen statt, Schwund stellte sich ein und am Ende der Führung verliess eine neue und noch dazu halbierte Gruppe die Museumsanlage! Eine lebende Zelle, wie im richtigen Leben!

Rückfahrt war für 16.oo Uhr angesagt.
 

Nach dem Abendessen war für 20.oo Uhr das Freundschaftsingen imkatholischen Gemeindehaus angesetzt. Es wurde ein klein wenig später, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat.
Was dann kam, war einfach Spitze! Die Nordracher Sangesfreunde hatten sich ein Programm einfallen lassen, das sensationell war. Nach der Begrüssung durch die Vorsitzenden und Überreichung der Gastgeschenke brannte ein Feuerwerk guter Laune und sängerischem Können ab. Alte Lieder waren umgetextet, neue auf Alt getrimmt, der absolute Knaller, mit einem Dirigenten davor, der vor Ideen nur so platze!
Völlig überrascht von der Art der Vorträge hatte es unser Chorleiter Burkhard Keiper nicht leicht den Anschluss zu halten. Sein Talent und sein Einfallsreichtum an spritzigen Ideen ließ uns dennoch zu bester Form auflaufen.
An dieser Stelle wollen wir den Nordracher Sänger noch einmal Dank für diesen gelungenen Abend sagen, es war einfach toll!


17. Juni 2006

Nach dem schon oben geschilderten Frühstück ging eine weitere Tagesfahrt nach Freiburg.
Der Vorstand spendierte uns ein Fahrt quer durch den Schwarzwald und so kamen wir eigentlich spät in die Stadt, zudem auch samstags noch Markttag ist. Viele unserer Mitreisenden quälten sich durch die Stadt zur ersten Sehenswürdigkeit, dem Münster.
Hier hatte man das Glück, den Auftritt eines Chores aus Estland zu erleben, später noch den eines Kinderchores.
Da wir in Freiburg getrennte Wege gingen, wird wohl jeder irgendwo etwas zu Mittag gegessen haben, jedenfalls traf man sich ungewollt in den Eiscafe’s wieder und wartete auf die Zeit der Rückfahrt.
Ja die Rückfahrt nach Nordrach!
Es wird wohl nie mehr in Erfahrung zu bringen sein, warum wir an Nordrach vorbei bis fast nach Triberg gefahren wurden?! Es steht aber zu vermuten, dass man uns länger vom Hotel fern halten wollte, weil am Vortag einige unserer hungrigsten Mäuler nicht warten konnten, bis sich der Speisesaal für uns öffnete und unser Kassierer dafür einen Anpfiff erhielt, armer Ottmar! Als echter Franke steckt er aber so etwas weg! Wie er uns später erzählte, hätte man sich dann doch wieder vertragen!

nach dem Abendessen trafen sich noch sehr viele von uns auf dem Dachgarten!


18. Juni 2006

Frühstück wie schon erwähnt: Bestens!!!!!!!
Heute feierte die Nordracher Feuerwehr 100-jähriges Bestehen und es fand ein Festgottesdienst statt, zu dem eine Kapelle die Feuerwehrmitglieder in die Kirche geleitete. Uns Gästen war es vergönnt, den Gottesdienst mit Kirchenliedern musikalisch begleiten zu dürfen.

Nach dem Gottesdienst zog nun die Gemeinde in das Festzelt ein und es folgte der unausweichliche Frühschoppen.
Natürlich zog es auch uns zu Limo, Bier, Wasser, Currywurst, Schnitzel, Pommes und halber Hahn. Schade nur, dass die Blasmusik so laut war, so ging das Schmatzen doch etwas unter!
Für 14.oo Uhr war die Heimreise angesetzt und tatsächlich waren alle pünktlich am Bus!
Wieso das so war, dem muss noch nachgegangen werden! Normal ist das nicht!
Aber der Haken kommt noch: die Reisenden waren da, nur unsere “Horst’s” kamen nicht in die Gänge, weiss der Teufel warum?!?!?!
Der Vorstand überbrachte uns noch Grüsse der Hotelleitung, bemerkte dazu, wir wären nette Gäste gewesen und sollten wir wieder nach Nordrach kommen, wären wir gerne gesehen.

Jedenfalls wurden wir noch von einer Delegation Nordracher Sänger verabschiedet und man versprach sich, Kontakt zu halten und gab eine Einladung nach Wiesbaden.

Es muss aber irgend etwas im Essen gewesen sein, denn auf der Heimfahrt war es im Bus einfach zu leise! Oder lag es an der Hitze des Tages?

An letzter Stelle sagen wir dem Vorstand Dank für die im Voraus und im Nachhinein geleistete Arbeit, ebenso den vielen Helfern!

Es bleibt zu hoffen, dass es den Sängerinnen und Sängern, den Angehörigen und Freunden und auch unseren Kindern Spass gemacht hat, mit dabei gewesen zu sein.

Also, dann bis Montag zur Chorprobe zu gewohnter Stunde!

                                                D. Walkewitz, ESWE-Chor

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früher: Chor der Stadtwerke Wiesbaden 1905 e.V.

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Wiesbaden

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